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Lager-App mit ERP-Anbindung für Fliegl

Fliegl Logo in WeissDie Anwendung auf Laptop, Tablet und Smartphone

Vom hohen Regal direkt in die App

Stell Dir vor, Du sitzt auf einem Stapler in einer riesigen Lagerhalle. Auf Deinem Gerät erscheint ein neuer Auftrag, zum Beispiel für ein Saugrohr mit 45-Grad-Bogen. Was für ein Teil das ist, spielt für Dich erst mal keine Rolle. Du willst wissen, wo es liegt. Und das Regal ragt mehrere Stockwerke über Dir auf.

So sieht der Alltag bei Fliegl aus. Das Fliegl Agro-Center verkauft landwirtschaftliches Gerät und Zubehör, von Schrauben und Seilen bis zur Baggerschaufel. Vieles davon stellt Fliegl in Kastl selbst her. Kleinere Einkäufe laufen über den SB-Shop, einen Fachmarkt, durch den Kunden mit dem Einkaufswagen schieben. Dort sind Mitarbeiter mit mobilen Geräten unterwegs und sprechen direkt mit den Kunden. Größere Bestellungen gehen per Spedition auf die Reise. Dafür holen Kommissionierer und Staplerfahrer die Ware aus den Hallen und bringen sie zur Packstelle.

Bis wir ins Spiel kamen, lief die ganze Auftragsabwicklung über SelectLine. Das ERP weiß alles über Aufträge, Artikel und Lagerplätze. Für jemanden, der auf einem Stapler sitzt, ist es aber nicht gemacht. Viele im Lager empfanden die Arbeit damit als umständlich. Dazu kam eine mobile App eines anderen Herstellers, die in die Jahre gekommen war.

Web-App und mobile App nebeneinander
Gestapelte Ansichten der Auftragsverwaltung

Das ERP als Endgegner

SelectLine ist ein großes und kompliziertes Programm, das per Fernzugriff bedient wird. Unser Kollege nennt es in der Bedienung einen Endgegner. Dabei ist die Arbeit im Lager und im SB-Shop im Kern dieselbe. Hier wie dort nehmen die Leute Aufträge an, suchen Artikel, lagern sie aus und dokumentieren das.

Das Rad mussten wir deshalb nicht neu erfinden. SelectLine weiß schon, was ein Auftrag ist, was ein Artikel ist und wo er liegt. Das ERP bleibt also, wo es ist. Wir haben eine Anwendung davorgesetzt, die jedem nur das zeigt, was er für seinen nächsten Handgriff braucht. Durch die Masken des ERP muss sich im Lager für die tägliche Arbeit niemand mehr kämpfen.

Dazu kommen Arbeitsbedingungen, die man aus dem Büro nicht kennt. Die Regale sind mehrere Stockwerke hoch. Die Barcodes werden aus dem Stapler heraus gescannt. Und für Umwege bleibt im Tagesgeschäft wenig Zeit.

Was drin steckt

Rollen und Rechteverwaltung: Jeder sieht, was er für seinen Bereich und seine Aufgabe braucht.

Disposition: Hier kommen alle Aufträge an. Wer disponiert, filtert nach Lieferpool oder Lieferbarkeit und weist den Auftrag direkt einem Kommissionierer zu.

Leitstand: Er zeigt in Echtzeit, welche Aufträge gerade bearbeitet werden und wer daran arbeitet.

Mobile Kommissionierung: Der Auftrag landet auf dem Gerät im Lager. Lagerplatz und Artikel werden gescannt, ein Tipp bucht den Artikel im ERP aus.

Umlagerung: Artikel wandern von einem Lagerplatz zum nächsten und bleiben dabei im System auffindbar.

Druckfunktionen: Lieferschein, Packzettel und Etiketten lassen sich aus beiden Anwendungen auf einem Drucker in der Nähe ausdrucken.

Inventur: Alle Zähler erfassen gleichzeitig mit der App, gesteuert über Web-App und mobile App.

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Collage aus Ansichten der Web- und Mobile-App

Vom Schreibtisch bis zum Stapler

Herausgekommen ist ein Tandem aus einer Web-App und einer mobilen App.

Die Web-App nutzen vor allem die Disposition und der Speditionsversand. Hier laufen alle Aufträge ein. Das Team filtert sie, setzt Prioritäten und verteilt sie. Im Leitstand sieht es, wer gerade woran arbeitet und wie weit er ist. Ist ein Auftrag fertig, druckt es Lieferschein, Packzettel und Etiketten direkt aus der Anwendung.

Die mobile App ist für die Leute im Lager. Sobald ihnen jemand einen Auftrag zuweist, erscheint er auf ihrem Display. Dort stehen Lagerplatz, Artikel und Menge. Wenn es eins gibt, zeigt die App sogar ein Foto vom Artikel. Das hilft gegen Verwechslungen.

Dann kommt der Scanner zum Einsatz. Er reicht 15 Meter weit, denn die Regale sind nun mal hoch. Zuerst wird der Lagerplatz gescannt, dann der Artikel. Ein Tipp auf „Entnehmen“ bucht den Artikel in SelectLine aus und der Auftrag wird grün. Für den Kommissionierer ist er damit erledigt und die Ware geht zur Packstelle.

Auch beim Umlagern hilft die App. Manchmal muss im Lager Platz geschaffen werden. Dann wird ein Artikel an einer Stelle ausgelagert und an einer anderen wieder eingelagert. Auf dem Weg dazwischen passt die App auf ihn auf. Ohne sie wäre der Artikel zwar noch da, für das System aber verschwunden. Uns gefällt an diesem Projekt besonders, dass unsere Software mitten im Arbeitsalltag steckt, zwischen Stapler, Scanner und Packstelle. Wir freuen uns auf alles, was hier noch kommt.